![]() Liebe Freunde der Sennenberg-Fotos |
Anfang Dezember kehrten wir von einer knapp zweiwöchigen Reise ins südliche Afrika zurück. Mit im Gepäck waren nicht nur unzählige unvergessliche Momente, sondern – mal wieder – fast 10'000 Fotos. Höchste Zeit also für einen neuen Foto-Newsletter. Zum Auftakt der Ferien gönnten wir uns drei ruhige Tage in Camps Bay bei Kapstadt. Wie drei Jahre zuvor übernachteten wir im Ambiente Guesthouse und freuten uns über das Wiedersehen mit Marion und Peter. Tagsüber besuchten wir das Kap der Guten Hoffnung, liessen uns während einem Spaziergang von einer Pavian-Familie überraschen, erfreuten uns an den schönen Buntböcken, beobachteten das emsige Treiben der Pinguine am Boulders Beach und liessen uns bei Sonnenuntergang am schönen Strand von Camps Bay fast wegwinden. Es war der perfekte Einstieg in unsere Ferien im südlichen Afrika! ![]() Anschliessend flogen wir von Kapstadt nach Windhoek, um eine neuntägige Rundreise durch Namibia anzutreten. Unsere erste Station war das Okonjima Nature Reserve. Wir waren die einzigen Gäste in der Lodge und wurden von der Managerin Zanelle nach Strich und Faden verwöhnt. Ihr Ehemann Richard, unser Safari-Guide, nahm uns mit auf zwei wunderbare Game Drives, während denen wir zwei Leoparden aufstöberten und uns zu Fuss (!) bis rund 10 Meter zwei Geparden näherten. Wow! ![]() Schweren Herzens nahmen wir nach nur einer Nacht Abschied von Okonjima und fuhren weiter Richtung Norden bis zum Ostrand des riesigen Etosha-Nationalparks. Direkt neben dem Park übernachteten wir drei Mal im Onguma Game Reserve, von wo aus wir abwechslungsweise im Onguma-Reservat und im Etosha auf die Pirsch nach Tieren gingen. Obschon in Onguma nicht alles ganz glatt lief, verbrachten wir auch hier eine schöne, spannende Zeit. Auf jedem Game Drive entdeckten wir neue Tiere und so verflogen die Tage wie im Flug. ![]() Unvergessen wird ein kleines Intermezzo in unserem feudalen Zelt bleiben: Das Bad ist in den Tented Camps meistens mit Steinwänden vom Schlafbereich getrennt. Als ich am zweiten Tag gerade die Zähne geputzt hatte, entdeckte ich in der Steinwand eine wunderschöne Dekor-Schlange, die sich perfekt in die grossen Steine der Wand einfügte. Ich schaute mir die Schlange an und fragte Andreas – plötzlich doch etwas verunsichert – ob ihm die Dekor-Schlange schon aufgefallen sei. Im gleichen Moment bewegte die Schlange ihren Kopf und züngelte…! Ich hätte in diesem Moment wohl ein ziemlich gutes Opfer für ein viral gehendes Video abgegeben… aber immerhin habe ich nicht geschrien! ;-) Während Andreas versuchte, die plötzlich sehr flinke Schlange im Auge zu behalten (immerhin wollten wir sie nur ungern zwischen unseren Kleidern oder im Bett wiederfinden), raste ich hinaus, um Hilfe zu holen. Ein sehr netter Mitarbeiter der Lodge kam denn auch prompt mitsamt einer langen Zange angerannt, um die Schlange einzufangen und wegzubringen. Um zu unserem nächsten Ziel, dem Ongava Game Reserve, zu gelangen, fuhren wir für einmal ohne Guide und auf eigene Faust durch den Etosha-Nationalpark. Gerne hätten wir uns dafür viel mehr Zeit genommen, um den riesigen Park zu erkunden. Aber die Zeit drängte, denn wir wollten in Ongava unbedingt rechtzeitig für den Nachmittags-Drive ankommen. In Ongava hatten wir wieder das Glück, die einzigen Gäste im Tented Camp zu sein. Keine fünf Minuten nach unserer Ankunft, als uns der Assistant Camp Manager Angelo gerade den Aussenbereich der Lodge zeigte, kam ein grosser Elefant direkt auf uns zugelaufen und peilte den kleinen, schmalen Pool an. Fasziniert setzte ich mich auf einen Liegestuhl direkt am Pool und beobachte, wie der Elefant zum Pool kam, um daraus zu trinken. Keine drei Meter trennten uns, als der mächtige Elefant seinen Rüssel ins Wasser tauchte. Das ist einer der Momente, in denen man am liebsten die Zeit anhalten möchte! ![]() Nach diesem Willkommensgeschenk der anderen Art führte uns der tolle Guide Michael von einem Highlight zum nächsten: Wir besuchten junge Löwen an einem frischen Riss, entdeckten einen scheuen Caracal und mutige Hartmann-Bergzebras. Und als bräuchte es noch ein i-Tüpfelchen, spazierten wir mit Michael zu einer Gruppe von sechs Breitmaulnashörnern, um die imposanten Tiere aus nächster Nähe und ganze ohne Blech drum rum beobachten zu können. Ein eindrückliches Erlebnis, das uns den Abschied von Ongava nicht gerade leichter machte! ![]() Auf holprigen Schotterpisten ging es nun wieder Südwärts, diesmal in das schöne Damaraland, das landschaftlich sehr viel zu bieten hat. Das Mowani Mountain Camp schmiegt sich perfekt in die von runden Felsbrocken geformte Hügellandschaft und unsere Hütte bot einen traumhaften Ausblick, der seinesgleichen sucht. Dieses Camp ist ein absolutes Bijou! ![]() Weil wir so vernarrt in Tiere sind, konnten wir natürlich auch hier nicht ausschlafen, sondern machten uns frühmorgens auf den langen Weg zu den Wüstenelefanten, die sich meistens irgendwo im ausgetrockneten Flussbett des Aba Huab aufhalten. Tatsächlich wurden unsere beiden Guides fündig und so konnten wir eine Herde von rund 20 Wüstenelefanten beobachten. Wir sahen zuckersüsse Elefantenbabies, die ihre Mütter auf Trab hielten und Teenager, die zusammen spielten, ihre Kräfte massen und dabei nicht immer zimperlich miteinander umgingen. Und wir schmunzelten über einen kleinen Elefanten, der plötzlich ein grosses Brimborium veranstaltete, wie wild trompetete und Staub aufwirbelte, was jedoch keinen ausser ihn zu kümmern schien. Ein weiterer Moment, in dem man einfach nur die Zeit anhalten und noch etwas länger geniessen möchte. ![]() Die letzte Nacht in Namibia verbrachten wir im Erongo Mountain Camp, wo wir abends eine gemütliche Ausfahrt unternahmen, um uns beim Anblick unserer «letzten» Zebras langsam aber sicher von Afrika zu verabschieden. Es war eine traumhafte Reise. Aber seht selbst: |
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Herzliche Grüsse und viel Spass auf unserer kleinen Safari! Michèle & Andreas |